Seit einigen Jahren kommt es in Österreich zu einer Renaissance
anachronistisch anmutender Instrumentarien einer klassischen Armenpflege,
welche ihre Wurzeln im 12. und 13. Jahrhundert hat.
Das damalige Armenwesen war vor allem durch Aktivitäten karitativer
Einrichtungen sowie das Gewähren von Almosen gekennzeichnet.
Basierend auf der christlichen Almosenlehre ging man davon aus, dass
das Gewähren von Almosen ein Akt christlicher Nächstenliebe
und somit verpflichtend für alle im Überfluss lebenden war.
Es bestand also einerseits für Notleidende ein gewisses Anrecht
auf Almosen, während andererseits Wohlhabende durch das Geben von
Almosen (neben Beten und Fasten) Abbitte für begangene Sünden
leisten konnten.
Diese Einstellung sicherte den Armen ein karges, zum Überleben
knapp reichendes Auskommen …
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