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jahrbuch 05

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Die Sozialberatungsstelle
des DOWAS

Leopoldstraße 18

   
             
   

 

 

 

 

 

 

Angebote
Beratung und Unterstützung bei der Sicherung des Lebensunterhaltes
Beratung und Unterstützung bei der Arbeitssuche
Hilfe bei der Wohnungssuche und der Anmietung
Delogierungsprävention und Wohnungserhalt
Hilfestellung und Koordination in Angelegenheiten bei Behörden und Ämtern, Unterstützung bei Antragsstellungen
Schuldenregulierende Maßnahmen
Beschaffung und Aufbewahrung von Dokumenten
Einrichtung einer Post- und/oder AMS -Adresse
Kontaktstelle zur Einrichtung einer Hauptwohnsitzbestätigung
Information über und Weitervermittlung an spezialisierte Einrichtungen

Zielgruppe
Die Angebote der Beratungsstelle richten sich an Menschen, die vor allem bei der Existenzsicherung, der Arbeits- und Wohnungssuche bzw. bei drohendem Wohnungsverlust Beratung und Unterstützung benötigen.

Zielsetzung
Ziel ist eine rasche und effektive Hilfestellung zur Überwindung von Notlagen und eine möglichst nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation.

Geschichte
Von 1975 (Gründung des Übergangswohnhauses) bis 1984 gab es keine eigenen Räumlichkeiten für Beratung, Verwaltungstätigkeiten, Teamsitzungen etc. Erst 1984 wurde ein kleines Büro in der Brixnerstraße angemietet. In der Folge kam es zu einer kontinuierlichen Steigerung der Anzahl an Hilfesuchenden. 1994 konnten größere Räumlichkeiten in der Bruneckerstraße 12 angemietet werden. Seit August 2007 befindet sich die Sozialberatungsstelle in der Leopoldstraße 18.

Das Jahr 2010
999 erwachsene Personen nahmen Unterstützung in Anspruch
378 Erstkontakte
85 Familien mit 178 Kindern wurden beraten
13.565 Kontakte (telefonische Kontakte,
Onlineberatungen nicht gezählt)

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Betreute Wohngemeinschaft
des DOWAS

   
             
     

4 Wohnplätze
Aufenthaltsdauer bis zu 2 Jahre

Kurzbeschreibung
Die Wohngemeinschaft bietet eine betreute Wohnmöglichkeit bis zu zwei Jahren. Neben der Existenzsicherung, der Abklärung von Arbeits- und Ausbildungsperspektiven ist auch das Erlernen von Alltagskompetenzen Teil der Betreuung (Umgang mit Geld, Haushaltsführung, ...) um auf ein selbstständiges Wohnen vorzubereiten. Ein besonderer Schwerpunkt ist darüber hinaus die Unterstützung bei der Schuldenregulierung.
Die längerfristige Betreuung bietet die Möglichkeit, Problemlagen aufzuarbeiten, die meist über viele Jahre immer wieder Arbeits- und/oder Wohnungslosigkeit mitverursacht haben.

Zielgruppe
Junge wohnungslose männliche Erwachsene, die ihre Problemlagen ohne extern bereitgestellte Unterstützung nicht selbstständig bewältigen können.

Zielsetzung
Ziel der Betreuung ist es, eine möglichst selbstständige Lebensführung auf Grundlage einer nachhaltigen Existenzsicherung zu erreichen und eine dauerhaft abgesicherte eigene Wohnung - im Idealfall eine Stadtwohnung - zu beziehen.

Geschichte

1982 wurde dem DOWAS eine städtische Wohnung prekaristisch für eine Wohngemeinschaft zur Verfügung gestellt. Damit war eine Nachfolgeeinrichtung für jene jungen Erwachsenen geschaffen, für die der zeitliche Rahmen des Übergangswohnhauses (3 Monate) zur Zielerreichung nicht ausreichend war.

Das Jahr 2010
9
Bewohner
1.321 Aufenthaltstage
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer
bis zum Auszug 360 Tage
Durchschnittsalter 28

Wohnsituation nach Auszug
Eigene Wohnung 2
Stadtwohnung 1
Haftantritt 1

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Betreutes Wohnen

   
             
     

18 Wohnungen
18
Wohnplätze
Aufenthaltsdauer bis zu 3 Jahren

Kurzbeschreibung
Betreutes Wohnen versteht sich als längerfristiges (bis zu 3 Jahren) betreutes Wohnangebot für wohnungslose Menschen. Vom Verein angemietete Wohnungen werden an KlientInnen untervermietet. In einer mit den BewohnerInnen gemeinsam erarbeiteten Betreuungsvereinbarung werden Ziele definiert, bei deren Umsetzung die BewohnerInnen umfassende sozialarbeiterische und psychosoziale Unterstützung erhalten. Die Aufnahme in das Betreute Wohnen ist ein erster Schritt zur Bearbeitung der vielfältigen Problemlagen, die Wohnungslosigkeit in den meisten Fällen mit sich bringt. Deren Bearbeitung und Lösung ist auch Voraussetzung dafür, dass eine nachhaltige Stabilisierung gelingt und der Kreislauf von Wohnungs- und Arbeitslosigkeit durchbrochen wird

Zielgruppe
Zur Zielgruppe zählen Personen, die entweder wohnungslos sind, in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben oder vor dem Wohnungsverlust stehen. Ihr Zugang zum Wohnungsmarkt ist vielfach durch Arbeitslosigkeit, fehlende Existenzsicherung, Verschuldung und Beeinträchtigung der Gesundheit im psychischen und physischen Bereich eingeschränkt.

Zielsetzung
Ziel ist neben der Verbesserung und Stabilisierung der Lebenssituation der betreuten Personen die Ablöse in eine eigene Wohnung (mit langfristigem Mietvertrag, möglichst in städtische Wohnungen) oder bei Bedarf in eine spezialisierte Einrichtung

Geschichte
Mitte der 80er Jahre wurde das Wohn- und Betreuungsangebot des DOWAS um den Bereich „Betreutes Wohnen“ erweitert, um eine wesentliche Lücke im Angebot der Wohnungslosenhilfe zu schließen. Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf sollten durch eine mittelfristige, intensive und professionelle Unterstützung jene Problemlagen bearbeiten können, die in der Vergangenheit immer wieder zu Arbeits- und/oder Wohnungslosigkeit führten.

Das Jahr 2010
31 BewohnerInnen (2 Frauen)
6.284 Aufenthaltstage
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer
bis zum Auszug 395 Tage
Durchschnittsalter 30

Wohnsituation nach Auszug
Eigene Wohnung 2
Stadtwohnung 2
Stadtzimmer 1
Längerfristige Wohnmöglichkeit 5
Haftantritt/Wohnungslos 4

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Das Übergangswohnhaus
des DOWAS

   
             
     

11 betreute Wohnplätze
Aufenthaltsdauer bis zu 3 Monate

Kurzbeschreibung
Das Übergangswohnhaus ist eine Einrichtung für wohnungslose Menschen und bietet elf Personen eine befristete Wohnmöglichkeit bis zu drei Monate. Die Bewohner erhalten Unterstützung bei der Suche, Anmietung und Ausstattung einer eigenen Wohnung. Bei Bedarf erfolgt die Vermittlung in eine vereinseigene Wohnung (Wohngemeinschaft, Betreutes Wohnen) oder in externe Wohneinrichtungen. Weitere Schwerpunkte bilden die langfristige Sicherung des Lebensunterhaltes und die Unterstützung beim Erwerb und Erhalt eines Arbeitsplatzes.

Zielgruppe
Zielgruppe sind wohnungslose Menschen, vorwiegend männliche Erwachsene, bei denen die persönlichen Hilfspotenziale durch ökonomische Ausschließungsprozesse erschöpft sind; die Aufnahme von Paaren ist möglich, in Ausnahmefällen auch Familien mit Kindern.

Zielsetzung
Durch die menschenwürdige Unterkunft und die Organisation eines Lebensunterhaltes können sich die Betroffenen vom Stress der Wohnungslosigkeit erholen und eine Neuorientierung für die Zukunft finden. Nach der allgemeinen Abklärung der Ist-Situation steht das gemeinsame Erarbeiten und Umsetzen von Perspektiven an: Wohnen und Existenzsicherung. Ziel ist die psychosoziale Stabilisierung, um möglichst schnell in ein selbständiges Leben zurückzufinden.

Geschichte
Das Übergangswohnhaus, ursprünglich als vorübergehende betreute Wohnmöglichkeit für arbeits- und wohnungslose Jugendliche gegründet, besteht seit 1975. Mit der vertraglich abgesicherten Teilfinanzierung durch den Verein für Bewährungshilfe (heute Neustart) erlangt das DOWAS schnell die Anerkennung als Bewährungshilfeheim.
Nach großzügigem Ausbau und Generalsanierung Mitte der 1990er Jahre wurden 2006 und 2008 in zwei Bauabschnitten die Anzahl der Einzelzimmer erhöht, die Sanitäranlagen erweitert und damit eine deutliche Standardverbesserung erzielt.

Das Jahr 2010
82 Bewohner
3.779 Aufenthaltstage
94 % Auslastung
39 Durchschnittsalter

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Das Chill Out

   
             
   

 

Kurzbeschreibung
Chill Out ist eine niederschwellige Einrichtung und vereint drei Bereiche unter einem Dach: Eine Anlaufstelle, eine Beratungsstelle sowie einen Übergangswohnbereich mit zehn Wohnplätzen.

Zielgruppe

Wohnungslose Jugendliche bzw. Jugendliche, die sich in diversen Problemlagen befinden und Unterstützung benötigen;
Hauptzielgruppe 14 – 19 Jahre.

Zielsetzung

Ziel ist es, mit Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven zu entwickeln und umzusetzen. Ein Abgleiten in eine dauerhafte Wohn- und/oder Arbeitslosigkeit soll damit verhindert werden.

Geschichte

Der Bedarf nach einer niederschwelligen Einrichtung für wohnungslose Jugendliche wurde ab Mitte der 90er Jahre von verschiedenen Fachstellen und Arbeitskreisen, die mit Jugendwohlfahrtsfragen beschäftigt waren, an die Jugendwohlfahrtsabteilung des Landes herangetragen.

1996 wurde der Verein zur Förderung des DOWAS nach einem Hearing vor dem Jugendwohlfahrtsbeirat von der Tiroler Landesregierung mit der Konzeption und Umsetzung einer entsprechenden Einrichtung beauftragt.

Im Mai 1999 wurde das Chill Out in der jetzigen Form in Betrieb genommen. Nach einem ausführlichen Prüfverfahren durch die zuständige Oberbehörde wurde das Chill Out als Einrichtung nach § 29 Tiroler Jugendwohlfahrtsgesetz anerkannt und 2008 vertraglich abgesichert.

Seit der Eröffnung im Jahr 1999 ist der Wohnbereich durchgängig voll ausgelastet, die Anzahl der Hilfesuchenden in der Beratungsstelle wächst kontinuierlich an.

 

Die drei Bereiche des Chill Out

Anlaufstelle
Mo/Mi/Do/Fr von 9 bis 12 Uhr
und von 18 bis 21 Uhr


Die Anlaufstelle (mit Cafeteria-Charakter) bietet sowohl tagesstrukturierende Angebote und die notwendige Infrastruktur für Wohnungs- und Arbeitssuche als auch so genannte Überlebenshilfen (Waschmaschine und Trockner, Duschgelegenheit, Getränke und kleine Imbisse zum Selbstkostenpreis u.a.).

Beratungsstelle
Mo/Mi/Do/Fr von 9 bis 12
und von 18 bis 21 Uhr,
Di Vormittag nach Vereinbarung


In der Beratungsstelle erhalten Jugendliche Beratung und Hilfestellung bei der Existenzsicherung (z.B. Abklärung von Rechtsansprüchen aus dem ersten und zweiten sozialen Netz), bei der Abklärung von Ausbildungsmöglichkeiten und bei der Arbeitssuche, bei der Wohnraumsuche u.a.m. Die Beratungsstelle bietet sozusagen "Erste Hilfe" in schwierigen Lebenslagen an und begleitet die Jugendlichen bei der längerfristigen Stabilisierung ihrer Lebenssituation. Der niederschwellige Zugang macht es jungen Menschen in Problemsituationen möglich, den ersten wichtigen Schritt zu tun – sich Unterstützung zu holen.

Wohnbereich
Rund um die Uhr betreut, ganztägig geöffnet

Der Wohnbereich bietet zehn Jugendlichen eine betreute Wohnmöglichkeit für die Dauer von bis zu drei Monaten (acht Einzel- und zwei Doppelzimmer). Drei der Einzelzimmer sind mit eigenem Aufenthalts- und Sanitärraum räumlich abgetrennt und stehen ausschließlich Mädchen zur Verfügung. Ein sicherer Wohnort und eine existenzielle Absicherung sind die Basis, auf der eine Erarbeitung von Perspektiven und eine Bearbeitung von Problemlagen erst möglich wird. Ziel der Betreuung ist es, neben der Entwicklung und Umsetzung von Ausbildungs- und Arbeitsperspektiven, eine für die Jugendlichen adäquate, längerfristig gesicherte Wohnform zu finden (Wohneinrichtungen der Jugendwohlfahrt, Anmietung einer eigenen Wohnung). Darüber hinaus zielt die Betreuung darauf ab, Jugendliche beim Erlernen von Alltagskompetenzen zu unterstützen und auf ein selbständige Wohnen vorzubereiten.

Das Jahr 2010

Anlaufstelle
6.920 Kontakte

Beratungsstelle
247 Personen
3.158 Beratungen (telefonische und Online-Beratungen nicht gezählt)

Wohnbereich
65 BewohnerInnen
3.475 Aufenthaltstage
Auslastung 93,7%
Durchschnittsalter 17

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