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aktualisiert am
04.06.2011

    Jahrbuch 2010    

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  DOWAS Jahrbuch 2010  

DOWAS Jahrbuch 2010

144 Seiten

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Aus dem Inhalt

   
           
  Neue Armut?  

Editorial
Tiroler Mindestsicherungsgesetzes (TMSG)

Zwei dominante Stränge lassen sich aus der jüngsten Vergangenheit extrahieren: die Diskussionen um die »Neue Armut« und die Reform der Sozialhilfe.
Auf den ersten Blick scheinen die Affinitäten dieser Topoi in ihrer unabänderlichen Symbiose zu liegen: Dass es ohne Armut auch keine Form der sozialstaatlichen Unterstützung bräuchte oder umgekehrt, dass es ohne die Mindestsicherung keine wirksame Waffe gegen die Armut gebe. In Wirklichkeit besteht die Gemeinsamkeit in erster Linie in der Scheinheiligkeit der Diskussion und dem moralischen Impetus der Auseinandersetzung.

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    Kreuzzug gegen die Armut?  

Unternehmer in Sachen Armutsfeindlichkeit
Von Helga Cremer-Schäfer

Die Vorstellung, dass die »Armutsfalle« der »Abhängigkeit von der Wohlfahrt« nur durch »workfare« oder einen »aktivierenden Sozialstaat« beseitigt werden könnte, erscheint als eine ziemlich unplausible Unterstellung – jedenfalls angesichts der Arbeit, die geleistet werden muss, um für die individuelle Reproduktion in einer Lebensweise taugliche Ressourcen zu erlangen. Hervorzuheben sind darüber hinaus auch deren empirischen Befunde zum alltäglichen Kampf gegen soziale Ausschließung sowie die Nutzung des Sozialstaats – sowohl für »Sicherheit« wie auch zur Organisierung von Partizipation und begrenzten Befreiungen von Abhängigkeit – als eine Art Wohlfahrtspolitik »von unten« …

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    Freiheit statt Arbeit  

Freiheit statt Arbeit
Warum der Arbeitsfetischismus
eine Geißel der Menschheit ist
Von Stephan Grigat

Eine Kritik der Arbeit richtet sich nicht gegen das Glücksversprechen der Bürger, sondern versucht, seinen ideologischen Gehalt aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass dieses Versprechen in der bürgerlichen Gesellschaft kaum eingelöst werden kann. Solcherart Gesellschaftskritik will keinen falschen Kollektivismus oder gar Gemeinschaftssinn, sondern die verwirklichte Freiheit des Individuums, das sich über seine gesellschaftliche Konstitution bewusst ist.

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    Mietzinsbeihilfenblindheit  

MietzinsBeihilfenBlockade
Die Geschichte eines politischen Versprechens

Waren früher primär Haushalte mit geringem Einkommen auf Mietzinsbeihilfe angewiesen, so beziehen heute zunehmend auch sogenannte »Mittelschicht-Haushalte« Zuschussleistungen für den Miet- bzw. Wohnaufwand. Die Gründe dafür sind einerseits massive Preissteigerungen am privaten Wohnungsmarkt, vor allem in Ballungsgebieten, andererseits stagnierende bzw. sinkende Arbeitseinkommen und Sozialtransfers, welche die hohen Lebenshaltungskosten kaum decken.

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    ALte Notschlafstelle  

FamilienNotschlafLeerstelle

Es gibt in Tirol keine Notschlafstelle, in der Familien aufgenommen werden. Die »Notlösungen«, wie das vorübergehende »Wohnen« in extrem beengten Verhältnissen bei Verwandten und Bekannten oder das Pendeln zwischen Klöstern, Pensionszimmern etc. sowie die Trennung der Familie, führen häufig dazu, dass aus der Not heraus eine überteuerte oder viel zu kleine Wohnung angemietet wird – womit sich der Kreislauf von drohender Wohnungslosigkeit bzw. unzumutbaren Wohnverhältnissen fortsetzt.

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